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Presse-Hintergrundgespräch Russland

Mit Vertretern ausgewählter Qualitätsmedien führte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 16.02.2017 im Restaurant der ehemaligen Hamburger Zeitungsdruckerei Broschek ein Hintergrundgespräch. Auf der Agenda standen die aktuelle Verbandsumfrage zur Einschätzung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung im Russlandgeschäft sowie die Aktivitäten des Verbands für 2017 in Brüssel, Berlin und Russland. Da keiner der teilnehmenden Redakteure bisher in Russland war nahm die Erläuterung der Hintergründe für russisches Handeln breiten Raum ein.

 


Von der Ems an die Oka – ELA Container investiert in Kaluga

Die Möglichkeiten eines Containers gehen weit über den Warentransport hinaus. Am Produktionsstandort Haren an der Ems präsentierte Günter Albers, Geschäftsführender Gesellschafter von ELA Container, dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund am 09.02.2016 aktuelle Varianten mobiler Wohn- und Büroelemente, mit denen auch der russische Markt künftig erschlossen werden soll. Das Bild rechts belegt eindrucksvoll, dass man einem Gebäude aus (hier: 16) Containern dank hochwertiger Außenverkleidung und Einrichtung seine Entstehung auf den ersten Blick weder innen noch außen ansehen muss. Nach dem Kauf eines Grundstücks in Kaluga in Gegenwart des Gouverneurs Anatoli Artamonow hat ELA den Produktionsaufbau in Russland aktiv in Angriff genommen. Weitere Standorte in Russland sind bereits geplant.

 


Auch 2017 Nowruz in Hamburg

Auch 2017 richtet das Honorarkonsulat Tadschikistan in Hamburg das traditionelle zentralasiatische Frühlingsfest „Nowruz“ aus. Neben dem Iran und Tadschikistan sind insbesondere die Länder Kasachstan und Aserbaidschan beteiligt. Am 01.02.2017 diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund mit Honorarkonsul Kourosh Pourkian (im Bild rechts) auch über den Themenschwerpunkt Wirtschaft und eine erstmalige Einbindung von Teilnehmern, die im deutsch-russischen Handel engagiert sind. Viele Unternehmen mit Russlandgeschäft haben auch Interesse am eurasischen Wirtschaftsraum.

 


CDU-Fördeforum „Europa – quo vadis?“ in Kiel

Die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament lud am 31.01.2017 zusammen mit der Landtagsfraktion der CDU Schleswig-Holstein zu einer Diskussionsveranstaltung über die Zukunft Europas. Bei der gut besuchten Konferenz im Kieler Landtag (Bild oben) skizzierten verschiedene EU-Politiker ihre Visionen von einer Zukunft Europas. Das Missverständnis jedoch beginnt schon beim Begriff. Europa mit der EU gleichzusetzen ignoriert, dass im geographischen Europa das größte Land mit den meisten Einwohnern Russland ist, was von 5 Rednern nicht erwähnt geschweige denn berücksichtigt wurde.

Entsprechend zäh gestalteten sich die Gespräche zu diesem Thema. Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund diskutierte mit Joseph Daul, Präsident der Europäischen Volkspartei (Bild unten), dem polnischen EVP-Abgeordneten im Europäischen Parlament Dr. Jan Olbrycht sowie dem Gastgeber und schleswig-holsteinischen EVP-Abgeordneten Reimer Böge intensiv über das Verhältnis EU-Russland und mögliche Wege aus der Krise. Dabei zeigte sich, dass auch im beginnenden vierten Sanktionsjahr die Einhaltung von „Minsk 2“ die Maxime des Handels und Denkens ist. Ein darüber hinausführender Ansatz zur Problemlösung war nicht erkennbar und scheint auch nicht für nötig gehalten. Der Abend zeigte durch vielfache Thematisierung der Belange der östlichen EU-Mitglieder auch, dass das Thema „Osteuropa“ aus Brüsseler Sicht damit offenbar hinreichend behandelt zu sein scheint.

 

Vor Ort – Spezialmaschinenbau in Schleswig-Holstein

Unmittelbar am Nord-Ostsee-Kanal gelegen produziert die als Rüstungsschmiede in den dreißiger Jahren gegründete Walterwerk GmbH Spezialmaschinen für die Lebensmittelproduktion. In den neunziger Jahren bereitete Walterwerk seinen Markteintritt nach Russland vor, seit 2003 werden Waffeln (etwa für Speiseeis „Cornetto“) auch an der Wolga produziert. Am 31.01.2017 diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund in Kiel auf Geschäftsführungsebene die Lage im Russlandgeschäft des von den Sanktionen nicht betroffenen Traditionsunternehmens.

 


Messe „all about automation“

Zum ersten Mal fand die Messe „all about automation“  in Hamburg statt. Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund diskutierte am 27.01.2017 auf der gut besuchten Fachmesse mit Führungskräften deutscher Automatisierungshersteller wie Binder, Halstrup-Walcher, Helmholz, JanzTec, KOCO MOTION, Pantron, PILZ, VDT oder Wieland Electric die Marktsituation spezialisierter Anbieter in Russland. Der traditionell hohen Bedeutung italienischer Hersteller in dieser Branche – auch und gerade im Russlandgeschäft – trugen verschiede Aussteller wie Pizzato, Reer oder Vesta Automation Rechnung.

 


Grüne Woche 2017

Der traditionelle Branchentreff der Lebensmittelbranche erwies sich auch 2017 wieder als Publikumsmagnet. Zwar waren neben Russland auch Belarus und Kasachstan nicht mit eigenen Ständen auf der Messe vertreten. Usbekistan, Aserbaidschan, Georgien, Armenien und – mit dem größten und lebendigsten Stand – die Ukraine jedoch präsentierten Agrarprodukte des erweiterten eurasischen Wirtschaftsraums. Über die Präsentation lukullischer Spezialitäten einzelner Regionen und Länder hinaus nehmen einzelne Themen größeren Raum ein, die auch auf den russischen Markt zielen.

Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund diskutierte am 23.01.2017 auch mit dem Geschäftsführer seines Mitgliedsunternehmens RIELA Karl-Heinz Knoop (im Bild unten links) auf dessen Stand Möglichkeiten, das Geschäft in Russland und angrenzenden Staaten weiter zu entwickeln.

 


Neues Format: Fachgruppen

Um den fachlichen Dialog in ausgewählten Themenfeldern des Geschäfts mit der Eurasischen Wirtschaftsunion zu vertiefen implementiert der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund in diesem Jahr erstmals das Format “Fachgruppe” unter inhaltlicher Leitung von Fachgruppensprechern. Damit folgen wir dem häufig geäußerten Wunsch vieler Mittelständler relevante Fragen im Kreis Interessierter auch in der gebotenen Tiefe behandeln zu können. Auf dem Neujahrsempfang am 16.01.2017 stellte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund das Konzept der neuen Fachgruppen vor. Die Fachgruppe Zoll und Zertifizierung wird geleitet von Alexander Pfaffenrot (Inhaber von APCON Cert, Hamburg, Bild links). Die Fachgruppe Industrie 4.0 wird vertreten durch Robert Hahn, Leiter  Innovation & Entwicklung bei unserem Mitgliedunternehmen CRE Rösler GmbH in Hohenlockstedt. Um die ortsunabhängige Sitzungsteilnahme zu ermöglichen werden technische Möglichkeiten geschaffen. Damit wird der Austausch der Fachgruppenteilnehmer sowohl im Rahmen von Präsenzveranstaltungen als auch (passwortgeschützt) virtuell möglich sein.


Neujahrsempfang

Bei bestem Winterwetter lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 16.01.2017 zum Neujahrsempfang. Gastgeber war dieses Jahr die Commerzbank Hamburg, die ihre ideal gelegenen Räume im Dachgeschoss des historischen Gebäudes am Jungfernstieg zur Verfügung stellte. So bot sich den Teilnehmern über die inhaltlichen Aspekte des Russlandgeschäfts hinaus auch ein erstklassiger Ausblick auf die Binnenalster.

Etwa 100 Gäste stießen auf das neue Jahr an und erfuhren von Wolfang Schmidt, Staatsrat der Freien und Hansestadt Hamburg, den Stand der Planungen zum G20-Gipfel im Sommer in Hamburg und zur 60-Jahr-Feier der Städtepartnerschaft mit St. Petersburg. Anschließend skizzierte Carsten Runde, CEO der Commerzbank Eurasija in Moskau, Chancen und Herausforderungen des russischen Markts zu Beginn dieses durch die US-Präsidentenwahl besonders schwer einzuschätzenden Jahrs. Dabei wurde deutlich, dass der Rubel im Gegensatz zu vielen Weltleitwährungen nach der US-Wahl an Wert gewonnen hat, wodurch für deutsche Exporteure Grund zur Hoffnung besteht.

 


Vor Ort – Maschinenbau in Schleswig-Holstein

Die Produktion von Formen für Werkstücke aus Gummi ist anspruchsvoller als für Werkstücke aus Kunststoff. Das spezielle Know-How der Huber I.T.S. GmbH im südholsteinischen Schwarzenbek (www.huberits.de) fragen auch russische Auftraggeber nach. Durch die Importsubstitution ist der Bedarf an Formen für die Gummiproduktion gestiegen, etwa im Agrarbereich (im Bild rechts: Produktion von Ansaugstücken für Melkmaschinen; Bild: Huber I.T.S.). Am 19.12.2016 diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund e.V. mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Michael Huber neue Chancen im Russlandgeschäft.

 


2. Deutsch-Russischer Mittelstandstag

Mit einem klaren Bekenntnis zu Russland als Zukunftsmarkt für deutsche Mittelständler endete der 2. Deutsch-Russische Mittelstandstag in Hamburg. In der Eröffnung äußerte der russische Botschafter Wladimir Grinin (Bild oben) die Hoffnung einer Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und den USA nach der Wahl des neuen US-Präsidenten. Er mahnte eine Normalisierung des deutsch-russischen Verhältnisses auf der Basis gegenseitigen Respekts an und betonte die Bedeutung gerade mittelständischer Unternehmen. Der deutsche Botschafter in Moskau Rüdiger von Fritsch diskutierte mit Unternehmern ausführlich die westliche Russlandpolitik und unterstrich die Rolle des Mittelstands. 90% der in Russland tätigen deutschen Unternehmen seien kleine oder mittlere, oft familiengeführte, Unternehmen. Der Gouverneur und langjährige russische Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew, der seine Region Woronesch in Hamburg präsentierte, lud den Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund und seine Mitgliedsfirmen für Mai 2017 zum Gegenbesuch nach Südrussland ein. Über ihre Erfahrungen auf dem russischen Markt diskutierten anschließend zahlreiche Mittelständler, u.a. der größte Milchproduzent Russlands Stefan Dürr, der Inhaber des bayerischen Pharmaunternehmens Bionorica Prof. Dr. Michael Popp oder Michael Lüdeke, der mit seiner AKB Holding GmbH wegen der Russlandsanktionen Insolvenz anmelden musste. Im Querschnittspanel präsentierten u.a. BDO, Brand & Partner sowie Dagmar Lorenz Lösungen zu Finanzierungen, Verrechnungspreisen und Rechtsfragen.

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Senatsempfang Hamburg

Aus Anlass des 2. Deutsch-Russischen Mittelstandstags richtete die Freie und Hansestadt Hamburg am 12.12.2016 einen Empfang im Kaisersaal des repräsentativen Rathauses aus. Senator Frank Horch, Präses der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg (Bild rechts oben), unterstrich die Bedeutung des russischen Markts auch für den Hamburger Hafen, der in den ersten drei Quartalen 2016 im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 4,4 % im seeseitigen Containerverkehr mit Russland verzeichnet. Russland steht dadurch wieder auf dem zweiten Rang unter den TOP 10 der Handelspartner des Hamburger Hafens.

Weitere Grußworte an die etwa 200 Teilnehmer richteten der deutsche Botschafter in Moskau Rüdiger von Fritsch, der Gouverneur von Woronesch Alexei Gordejew, der russische Generalkonsul Ivan Khotulev und der Präsident des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds Dr. Thomas Overbeck. Für das anschließende Get-Together bot der klassische Bürgermeistersaal (Bild unten) einen repräsentativen Rahmen.

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Jahresessen für Mitglieder im Überseeclub

Im Vorfeld des Senatsempfangs fand am 12.12.2016 das Jahresessen für Mitglieder des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds im Hamburger Überseeclub statt. Anschließend diskutierte Woroneschs Gouverneur Gordejew u.a. mit Johannes Schönhuber, Generaldirektor ZENTIS Russland, und Benjamin Bidder (SPIEGEL Online) über dessen neues Buch „Generation Putin – das neue Russland verstehen“ und die Perspektiven des russischen Markts vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen wie der US-Wahl.

 


Vor Ort – Familienunternehmer in Bielefeld

Anlässlich des Karrieretags Familienunternehmen bei der Firma GOLDBECK in Bielefeld diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 02.12.2016 das Russlandgeschäft mit exportorientierten Mittelständlern wie ACO, Gundlach Verpackung, ARI Armaturen, Follmann Chemie, Thomas Magnete, Winkelmann, SCHÜCO, Weidmüller, Dresselhaus, Stockmeier oder Böllhoff (Bild). Auch für Lebensmittelproduzenten kommt der Kontakt zur Delegation aus Woronesch beim Deutsch-Russischen Mittelstandstag gelegen. 

 


Vor Ort – Pharma in Bayern

Im Vorfeld des Besuchs von Gouverneur Alexej Gordejew beim Mittelstandstag im Dezember in Hamburg diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 30.11.2016 in Neumarkt i. d. OPf. mit dem Inhaber der Bionorica SE Prof. Dr. Popp Ablauf, Vorteile und Herausforderungen einer Investition im Gebiet Woronesch. Bionorica – das in seiner bayerischen Zentrale auch architektonisch hohe Maßstäbe an seine eigene Gebäude legt (Bild: Bionorica) - plant den Bau einer ersten russischen Fertigungsstätte für Naturheilmittel für eine dreistellige Anzahl von Mitarbeitern im Jahr 2017.

 


Countdown für den Senatsempfang

Aus Anlass des 2. Deutsch-Russischen Mittelstandstags lädt der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg die Teilnehmer am Vorabend der Jahresleitveranstaltung (12.12.2016, 18.30 Uhr) zu einem Empfang mit Wirtschaftssenator Frank Horch. Aufgrund behördlicher Auflagen ist der Anmeldeschluss hierfür schon der 02.12.2016. Der Hamburger Rathausmarkt erstrahlt bereits in stimmungsvoller Atmosphäre (Bild).

 


Gouverneur und zwei Botschafter beim Mittelstandstag

Nach Zusagen des deutschen Botschafters in Moskau Rüdiger von Fritsch und des russischen Botschafters in Berlin Wladimir Grinin hat am 22.11.2016 auch der Gouverneur des Gebiets Woronesch Alexej Gordejew seine Teilnahme am 2. Deutsch-Russischen Mittelstandstag bestätigt. Gouverneur Gordejew wird begleitet von einer Wirtschaftsdelegation, der auch der größte Milchproduzent Russlands Stefan Dürr angehören wird.

 


2. Deutsch-Finnischer Hafentag

Auf dem 2. Deutsch-Finnischen Hafentag am 09.11.2016 in Lübeck hatte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund Gelegenheit, die Chancen des russischen Markts mit Unternehmern uns Logistikern im Finnlandverkehr zu diskutieren. Im reizvollen Kreuzfahrterminal am Travemünder Ostpreußenkai (Bild) konnte während der Veranstaltung hautnah das Passieren finnischer Fähren beobachtet werden. Finnland hat nicht nur wegen der langen gemeinsamen Grenze besonders enge Geschäftsbeziehungen zu Russland, Synergien liegen auf der Hand.

 


Vor Ort – Eisbeinessen in Hamburg

Zum 68. Mal lud die Vereinigung Hamburger Schiffsmakler und Schiffsagenten e.V. am 04.11.2016 zum Eisbeinessen ins Congress-Centrum CCH am Dammtor. An über 800 (!) Tischen mit je 12 Personen traf sich die Branche mit internationalen Gästen und stellte das Catering damit vor eine bemerkenswerte logistische Herausforderung. Auch wenn das Partnerland 2016 Dubai hieß waren die Herausforderungen des russischen Marktes ein vieldiskutiertes Thema. Dies vor allem, da einige Logistiker (als Seismographen der Konjunktur) wieder anziehende Frachtmengen nach Russland verzeichnen.

 


Hamburger Mittelstand trifft russische Kultur

In Zusammenarbeit mit der Mittelstandsvereinigung der Hamburger CDU fand am 03.11.2016 eine Synthese der Themen Wirtschaft und Kultur im Hamburger Taschaikowsky-Saal statt. Dieser durch virtuose Hochkultur der ausgebildeten Opernsopranistin Valentina Alexandrova (Bild)  geprägte Abend verdeutlichte erneut in welchem Maße klassische Musik imstande ist, Menschen und Kulturen zusammenzuführen. Ergänzt wurden die Darbietungen durch eine virtuelle Führung durch das Pushkin-Museum in Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg.

 


Vor Ort - russische Logistiker in Lübeck

Russische Logistiker hieß der Verband Lübecker Spediteure am 03.11.2016 durch Marco Lütz, auch Vize-Präsident des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds, willkommen. Auf dem weitläufigen Gelände des viertgrößten RoRo-Hafens Europas, das von der Lübecker Hafengesellschaft und von der Lehmann-Gruppe betrieben wird, erhielten die russischen Gäste einen Eindruck von den Hauptumschlaggütern Zellulose und Papier (Bild). Deutsche Zollvertreter waren in der anschließenden Diskussion besonders gefragt.

 


Tag der russischen Logistik in Hamburg

Im „Goldenen Ei“ der Kühne Logistik Universität auf dem Hamburger Grasbrook fand am 02.11.2016 zum zweiten Mal der Tag der russischen Logistik statt. Spediteure und Dienstleister überwiegend aus dem Raum St. Petersburg diskutierten mit deutschen Unternehmensvertretern aus der Logistik Umsetzungshemmnisse und Zukunftstrends im bilateralen Wirtschaftsverkehr, insbesondere die Liberalisierung der staatlichen Regulierung des Außenhandels in Russland und die Besonderheiten des Zollverfahrens in den Seehäfen.

 


Vor Ort – Logistik in Hamburg

„Gelb, schnell, klein, teuer“ – so eine gängige Vorstellung ggü. dem Logistikgiganten DHL, der weltweit 500.000 Mitarbeiter beschäftigt und explizit auch den Transport von Gütern fokussiert, die deutlich größer als Päckchen sind wie ein Blick auf das Firmengelände in Hamburg-Wilhelmsburg nahelegt. Am 24.10.2016 diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund mit und bei DHL im Hamburger Hafen die Herausforderungen im Logistikgeschäft mit Russland.

 


Messe Global Connect in Stuttgart

Auf der diesjährigen Messe Global Connect in Stuttgart gestaltete der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 26.10.2016 gemeinsam mit der SCHNEIDER-GROUP eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Gemeinsamer Wirtschaftsraum Lissabon – Wladiswostok“. Höhepunkt der alle zwei Jahre stattfindenden Messe war der Abendempfang der Wirtschaftsministerin Baden-Württembergs Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Bild) mit feierlicher Preisverleihung des Global Connect Awards an die Sick AG und RMA Kehl GmbH & Co KG.

 


Vor Ort – VTB-Bank in Frankfurt

Tragfähige Finanzierungen für Engagements deutscher Mittelständler im Russlandgeschäft sind in der derzeitigen Lage besonders schwer zu identifizieren. Die Gründe sind vielfältig und gelten für deutsche wie internationale Kreditinstitute gleichermaßen. Wenig bekannt ist, dass die westeuropäische Tochter der russischen VTB-Bank nicht unter die Finanzsanktionen fällt. Die Angebote und Marktstrategie der VTB-diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 25.10.2016 in Frankfurt.  

 


Kooperationsbörse Lebensmittelbranche in Kiel

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH richtete der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 21.10.2016 in Kiel eine Kooperationsbörse mit Vertretern russischer Lebensmittelproduzenten aus. Die durch die Importsubstitution in Russland aktuell aufstrebende Branche verzeichnet bemerkenswerte Wachstumsraten, die mit fast 50 Teilnehmern gut besuchte Veranstaltung machte deutlich wie mittelständische Internationalisierung funktionieren kann.

 


Baltic Sea Forum an der FH Stralsund

Russland war Thema des 22. Baltic Sea Forums der Fachhochschule Stralsund. Vor zahlreichen Studierenden, Hochsulvertretern, des Landes Mecklenburg-Vorpommern und regionalen Unternehmen präsentierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 12.10.2016 die Ergebnisse seiner Delegationsreise zur EU nach Brüssel. Das nordöstlichste Bundesland hat traditionell enge Wirtschaftsbeziehungen zu Russland, die FH Stralsund bietet mit dem Studiengang „Baltic Management“ einen dazu passenden Schwerpunkt an.

 


Deutsch-Russische Konferenz Berlin

Die jährliche Konferenz der Deutsch-Russischen Wirtschaftsallianz führte am 06.10.2016 in Berlin erneut Führungskräfte wichtiger Unternehmen aus beiden Ländern zusammen. Marco Lütz, Vize-Präsident des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds (Bild) präsentierte die zukünftigen Herausforderungen für den Mittelstand im Russlandgeschäft. Breiten Raum nahm die Diskussion über Wege einer Kooperation zwischen europäischer Union und Eurasischer Wirtschaftsunion ein, hierfür waren Experten aus Moskau angereist.

 


Russlandfrühstück Hamburg – 3-D-Metalldruck

Additive Fertigungsverfahren („3-D-Druck“) werden die industrielle Produktion zukünftig nachhaltig verändern: Schichtweise aufgetragenes Pulver aus Stahl, Aluminium oder Titan, das per Laser zu einem Werkstück verbunden wird. Beim Russlandfrühstück Hamburg präsentierte Dennis Schäfer von unserem Mitgliedsunternehmen SLM Solutions AG am 07.10.2016 mögliche Anwendungen von Raumfahrt, Aviation, Automotive, Ersatzteilen in Einzelfertigung bis hin zu individuell angepassten Hüftgelenken. Die SLM Solutions Group AG mit einer Wachstumsrate von in diesem Jahr über 70%  lokalisiert in Russland auch vor dem Hintergrund der Erweiterung der Eurasischen Wirtschaftsunion in den asiatischen Raum. In jeder Hinsicht spannende Zukunftsthemen.


Im Dialog mit den USA

Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund vertritt die Interessen deutscher Mittelständler im Russlandgeschäft und führt hierzu den Dialog mit Politik und Diplomatie auch gegenüber den USA. Am 29.09.2016 hatten wir Gelegenheit uns mit einem hohen Vertreter der Wirtschaftsabteilung des U.S. State Departments in der Berliner Botschaft der USA (Bild) über Folgen und Zukunft der westlichen Sanktionspolitik auszutauschen. Grundlage der Diskussion war eine sehr umfangreiche amerikanische Studie, die die konkreten Auswirkungen der westlichen Sanktionen auf unterschiedliche europäische Länder zum einen und über 800.000 (auch russischer) Unternehmen zum anderen evaluiert. Interessant ist, dass Washington gegenwärtig die Stimmungslage zu diesem Thema auch in Deutschland auslotet.


Gemeinnützigkeit zuerkannt

Am 28.09.2016 hat das Finanzamt Hamburg-Nord dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund e.V. auf Grundlage der Satzung in der Fassung vom 24.03.2016 die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Der Verein erfüllt die satzungsmäßigen Voraussetzungen der §§ 51, 59, 60 und 61 AO und ist damit berechtigt, für Mitgliedsbeiträge und Spenden Zuwendungsbestätigungen („Spendenquittungen“) auszustellen, die als Betriebsausgabe i.d.R. voll abzugsfähig sind.   

 


Vor Ort – Klassikkonzert bei der Helling GmbH

Zu Ehren seiner Frau gab Prof. h.c. Nathanael Riess, Geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Helling GmbH (Bild) und Ehrenprofessor der Technischen Universität Woronesch am 28.09.2016 in Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund und im Beisein des russischen Generalkonsuls Ivan Khotulev ein klassisches Konzert. Der in St. Petersburg geborene Cellist Fjodor Elesin (im Bild rechts außen) spielte Werke auch russischer Künstler und entführte die zahlreichen Zuhörer mittelständischer Unternehmen in dem hierfür neu eingerichteten Konzertsaal des Helling-Firmengebäudes „in eine andere Welt“. Die Völkerverständigung über den Weg der Musik zu flankieren ist gemeinsames Anliegen unseres Mitgliedsunternehmens Helling und unseres Verbands.


Vor Ort – Hamburger Hafenabend St. Petersburg

Das jährliche Highlight unseres Mitglieds Hamburg Hafen Marketing e.V. im Russlandgeschäft ist der Hafenabend in St. Petersburg, bei dem der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 22.09.2016 den Dialog mit Carriern aus beiden Ländern intensivierte. Andreas Rieckhof, Staatsrat der Hamburger Wirtschaftsbehörde, verwies bei seiner Eröffnung auf die im kommenden Jahr 60 Jahre bestehende Städtepartnerschaft und auf den Besuch von Wirtschaftsminister Gabriel beim russischen Präsidenten Putin. Die Veranstaltung wurde überwiegend von russischen Firmen besucht.


25 Jahre Fährverbindung Kiel – Ust Luga

Am 22.09.2016 beging der Seehafen Kiel und der westlichste Hafen Russlands Ust-Luga ihr 25. Jubiläum des Bestehens einer Regelfährverbindung. Gemeinsam mit den Logistikern CIS Cargo und Pul-Trans etablierte sich über die Jahre eine insbesondere bei Massengütern bewährte Schiff-Bahn-Verbindung. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer des Seehafens Kiel (Bild) berichtete über Entwicklung und Perspektiven dieser Ostsee-Relation, die mit einer anschließenden Vertragsunterzeichnung auch formal unterstrichen wurde. Norddeutschlands Häfen haben unterschiedliche Schwerpunkte im Russlandverkehr herausgebildet.


Vor Ort – St. Petersburgs neuer Hafen Bronka

Der St. Petersburg vorgelagerte Tiefwasserhafen Bronka ist über Autobahn, Ringstraße via Kronstadt und Bahn verkehrsgünstig gelegen. Aktuell steht die Auslastung zwar in keinem Verhältnis zur möglichen Kapazität, jedoch ist Wachstum durch Verdrängung des Hafenbetriebs aus dem Stadtraum vorprogrammiert. Wie CEO Dr. Stefan Wilkens (im Bild rechts) am 22.09.2016 auch dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund erläuterte hat sich der neue Hafen bereits etabliert als Umschlagpunkt auf Binnenschiffe, die über die Wolga kasachische Häfen am Kaspischen Meer erreichen.


German Center Moskau

Zu den zahlreichen Business-Centern für deutsche Mittelständler in Moskau zählt auch das German Center der LBBW, das der Deutsch Russische Wirtschaftsbund am 21.09.2016 besuchte. Repräsentativ und doch mittelstandsnah hatte auch das verkehrsgünstig gegenüber der neuen Metro-Station „Technopark“ gelegene „German Center“ seit 2014 einen erheblichen Aderlass zu verzeichnen. Doch die Talsohle scheint durchschritten – für die nächsten Monate sieht es besser aus: Erste Anzeichen einer verhaltenen Erholung gerade mittelständischer Wirtschaftsaktivitäten in Russland.


Russlandfrühstück Moskau – Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok

Gut besucht war das Russlandfrühstück Moskau, das der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 21.09.2016 bei der SCHNEIDER GROUP zum Thema „Strategische Überlegungen zum Russlandgeschäft und Brüssel 2016“ veranstaltete. In seiner Funktion als Herausgeber des OWC Verlags für Außenwirtschaft berichtete Ulf Schneider über Ansätze der Wirtschaft, die Vision vom einheitlichen Wirtschaftsraum Lissabon – Wladiwostok ungeachtet der gegenwärtigen politischen Hemmnisse zur pragmatischen Umsetzung zu verhelfen. Ein ambitionierter aber nicht illusorischer Weg.  


Vor Ort – Automotive in Baden-Württemberg

Beim Mittelständler Allgaier im schwäbischen Uhingen entstehen im Bereich Automotive etwa Kraftstofftanks, Kotflügel oder Heckklappen bekannter Premiumautomobile in hocheffizienten Fertigungsverfahren. Im Bereich Process und Technology ist bei der Fertigung von Sieben aller Größen und Verwendungen viel Handarbeit und Erfahrung gefragt. Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund sprach am 16.09.2016 in Uhingen über Strategien im Russlandgeschäft. So können Industriekunden in einem Testlabor das Sieben Ihrer Materialien testen, ein Akquisitionstool, das gerne angenommen wird.


Messe AMB in Stuttgart

Auf der AMB-Messe in Stuttgart diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 16.09.2016 mit mittelständischen Maschinenbauern wie Spinner, DMG MORI, Hermle, FFG,  IRCO Breuning, Weiler, Doosan oder Winema aktuelle Herausforderungen im Russlandgeschäft. Insbesondere Finanzierungsfragen standen im Vordergrund. Die internationale Ausstellung für Metallbearbeitung findet alle 2 Jahre statt und zählt zu den Top 5 Messen weltweit für die Zerspantechnik.

Die Branchenzeitung PRODUKTION thematisierte in ihrer Messeausgabe Russland ausführlich. Zwar ist die Bedeutung der Sanktionen nicht ursächlich für die wirtschaftliche Entwicklung Russlands und die Parameter und Folgen ausführlich diskutiert. Allerdings weist PRODUKTION auf einen wichtigen Faktor hin: wenn die russische Wirtschaft wieder anspringt und sind die Sanktionen bis dahin noch immer in Kraft geraten europäische (und damit deutsche) Lieferanten dauerhaft ins Hintertreffen.


Arbeitskreis Russland der IHK Stuttgart

Bei der Sitzung des Arbeitskreises Russland der IHK Region Stuttgart berichtete der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 15.09.2016 über seine Aktivitäten in Brüssel. Praxisberichte zu Zollfragen der Spedition Militzer & Münch sowie F &G Logistics rundeten das Bild ab. Das Gremium trifft sich quartalsweise und umfasst Vertreter zahlreicher der mittelständischen Firmen und Dienstleister aus einer der technologie- und exportfokussiertesten Regionen Deutschlands, z.B. Eisenmann, Ness, Stihl, SATA, Allgaier, TüV Süd, LOXX, Güpo, Alfred Kiess sowie Euler Hermes, der DZ Bank und der LBBW.


Russland-Frühstück Stuttgart

Zum ersten Russland-Frühstück in der Hauptstadt Baden-Württembergs lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 15.09.2016 in die Räume der Euler-Hermes Kreditversicherung nach Stuttgart-Degerloch. Neben den politischen Aktivitäten des Verbands in Brüssel diskutierten die Vertreter schwäbischer Mittelständischer Strategien zur Optimierung des Russlandgeschäfts. Interessant waren die unterschiedlichen und kreativen Wege, die sich seit 2014 herausgebildet haben um zumindest einen Teil des Geschäfts zu realisieren.   

Jens-Konrad Oehlschlägel (Bild oben) skizzierte die Vorgehensweise der Allgaier Process Technology, ehe Felix Brücher, Leiter Vertrieb Südwest- und Ostdeutschland bei Euler-Hermes einen Überblick über die aktuelle Deckungspolitik für Exporte und Investitionen gab. Wegen der hohen Bedeutung des südwestlichsten Bundeslandes für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ist noch 2016 eine zweite Veranstaltung des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds in Stuttgart in Planung.  


Business Tea Mittelstand in Frankfurt/M

Zum Business Tea Mittelstand lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 14.09.2016 in die Räume seines Mitglieds Ronnefeldt Tea in Frankfurt-Bockenheim. Jörg Reichert, Sales Director bei Ronnefeldt auch für Russland (im Bild 3. von rechts) erläuterte die Auswirkungen der Gegensanktionen auf den Lebensmittelexport und Strategien damit umzugehen. Die Produkte des familiengeführten Unternehmens finden sich weiterhin in der gehobenen Hotellerie und Gastronomie zwischen Königsberg und Wladiwostok. Im Anschluss bot Ronnefeldt den Teilnehmern eine professionelle Teeverkostung, die neue Horizonte eröffnete.  


Vor Ort – Zerstörungsfreie Materialprüfung in Hamburg

Unser Mitgliedsunternehmen Helling GmbH hat sich auf die Herstellung von Substanzen und Verfahren zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung spezialisiert. Im Helling-Gebäude bietet die Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung e.V. auch praktische Ausbildungsgänge an (s. Bild). Das Russlandgeschäft ist für den Eigentümer und gebürtigen Bessarabiendeutschen Nathanael Riess seit Jahrzehnten wichtig. Für seine vielen Aktivitäten erhielt er u.a. eine Ehrenprofessur der Universität Woronesch. Am 13.09.2016 vereinbarte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund eine weitergehende Zusammenarbeit.


Vor Ort – Messe SMM in Hamburg

Auf der diesjährigen Welt-Leitmesse der maritimen Wirtschaft „SMM“ in Hamburg präsentierten über 2.000 Aussteller aus fast 70 Ländern aktuelle Trends für Schiffbau, Maschinen und Meerestechnik. Keine andere Ausstellung verfügt über ein vergleichbar breites Spektrum internationaler Aussteller und Besucher und dient so als Gradmesser für die Erfolgsaussichten der Branche. Mit einem umfassenden Programm aus Konferenzen, Symposien und Workshops zu wichtigen globalen Themen bildet sie den perfekten Rahmen für die gesamte maritime Industrie. Die zahlreichen Aussteller aus Russland trafen sich am 05.09.2016 auf dem Traditionsschiff Rickmer Rickmers an den Landungsbrücken. Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund führte am Folgetag vor Ort Gespräche zur bilateralen Geschäftsentwicklung.


Dialog mit der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU

Zu einem intensiven Meinungsaustausch über Erfahrungen und Erwartungen deutscher Mittelständler im Russlandgeschäft traf der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 07.09.2016 in Berlin die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU vertreten durch den stv. Bundesvorsitzenden Dr. Rolf Koschorrek (im Bild links) und Hauptgeschäftsführer Thorsten Alsleben (rechts). Der Dialog mit der führenden deutschen Regierungspartei ist besonders wichtig, da die Partei auf einem transatlantischem Selbstverständnis fußt und das Thema Russland es in der CDU traditionell schwer hat.  


Vor Ort - Polyurethan-Maschinenbau im Rheinland

Der Hersteller von Maschinen für die Verarbeitung von Polyurethan Hennecke GmbH in St. Augustin stärkt nach dem Eigentümerwechsel 2015 das internationale Geschäft. Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund sprach am 01.09.2016 u.a. mit Dr. Miodrag Konstantinovic über die weitere russische Markterschließung des 1945 gegründeten rheinischen Mittelständlers, dessen Produkte dazu beitragen etwa Schaumkunststoffe im Bereich Automotive zu verarbeiten oder Kühlschranktüren zu isolieren.

Das frühere Tochterunternehmen der Bayer AG ist seit langem in Russland etabliert. Die Möglichkeiten Polyurethan etwa in der russischen Bauindustrie einzusetzen bieten enormes Potential auch für Maschinenbauer. Ein besonders prominentes Beispiel der bilateralen Kooperation findet sich auf dem Fabrikgelände: die Außenverkleidung der Ostsee-Pipeline Northstream wurde von Hennecke-Maschinen gefertigt (s. Bild).


Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz

Der traditionelle Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz am 30.08.2016 im Auswärtigen Amt rückte Kräfteverschiebungen in der Globalisierung in den Fokus und widmete sich auch der Versorgungssicherheit Europas mit russischen Gas. Die wechselseitige Abhängigkeit Europas und Russlands voneinander ist allen Beteiligten klar und kann in unruhigen Zeiten einen stabilen Faktor darstellen. Zudem diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund mit Botschafter Rüdiger von Fritsch sowie den Generalkonsul/inne/n in den russischen Regionen Interessen und Aussichten mittelständischer Unternehmen im Russlandgeschäft.


Vor Ort - Baustoffindustrie in Niedersachsen

Der Baustoffhersteller Remmers im niedersächsischen Löningen exportiert seine buchstäblich vielschichtigen Produkte etwa zur Altbausanierung auch nach Russland. Prominente Referenzen wie die Außenmauer des Kreml oder die Basiliuskathedrale (s. Bild) zeigen, dass der etablierte mittelständische Marktführer über eine gute Marktstellung in Russland verfügt. Remmers-Vorstand Klaus Boog präsentierte dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund am 24.08.2016 Showroom, Produktion und die neue Logistikhalle. Zum geplanten Ausbau der Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege kooperiert Remmers eng mit russischen Behörden.


Vor Ort - Geflügelzucht im Oldenburger Münsterland

Zu den unbekannten Nischen des Russlandgeschäfts gehören landwirtschaftliche Produkte, deren Export trotz der russischen Gegensanktionen erlaubt ist. So ist die Einfuhr von Puteneiern und sog. „Eintages-Küken“ nach Russland unverändert möglich und geradezu erwünscht. Für den Aufbau der Putenzucht in Russland werden Küken benötigt, deren Aufzucht besonders anspruchsvoll ist wovon sich der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 24.08.2016 beim Moorgut Kartzfehn überzeugte. Besondere Anforderungen werden an die Logistik gestellt, denn der Transport lebender Tiere kann nur bei reibungsfreiem Grenzübertritt funktionieren.


Vor Ort – Pumpen- und Getriebebau in Sachsen-Anhalt

Maschinenbau hat Tradition in Magdeburg. In fast 150 Jahren hat die Firma VAKOMA Höhen und Tiefen erlebt, nach Errichtung neuer Produktionsgebäude 2013 folgte eine schwierige Zeit durch den Einbruch des Russlandgeschäfts. Am 19.08.2016 traf der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund vor Ort den Geschäftsführer Gerhard Krossing. Inzwischen blickt man wieder nach vorn beim Pumpen- und Getriebehersteller VAKOMA, dessen Logo an Otto von Guerickes „Halbkugel-Experiment“ erinnert. Neue Aufträge aus der Ukraine und Russland lassen auf einen moderaten Aufschwung hoffen.


Vor Ort – Maschinen- und Anlagenbau in Mecklenburg-Vorpommern

Am 17.08.2016 sprach der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund im mecklenburgischen Uphal mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Anlagen- und Kraftwerksbau Holding GmbH, Michael Lüdeke. Die AKB mit Sitz in Greifswald – hervorgegangen aus Rückbau des dortigen Kernkraftwerks – ist durch organisches Wachstum und gezielte Zukäufe zu einer inhabergeführten Gruppe produzierender Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern angewachsen. Für die AKB und das nordöstliche Bundesland insgesamt nimmt das Russlandgeschäft einen wichtigen Platz ein. 


SOMMERLICHES GET-TOGETHER

Beim sommerlichen Get-Together trafen sich am 07.07.2016 Mitglieder und Gäste des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds in einem Hamburger Restaurant in Wasserlage. Nach einem Bericht über Verlauf und Ergebnisse der Delegationsreise nach Brüssel und Präsentation des frisch erschienenen Deutsch-Russischen Mittelstandsreports ging es für Interessierte mit einem Oldtimer aus sowjetischer Produktion (s. Bild) zu einer kurzen Rundfahrt, ehe gemeinsam das das Halbfinale der Fußball-EM zwischen Deutschland und Frankreich, über dessen Ergebnis wir den Mantel des Schweigens legen.


Mittelständler zu Gesprächen mit EU-Kommissar Günther Oettinger in Brüssel

Am 28./29.06.2016 reiste eine Unternehmerdelegation des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds zur Europäischen Union nach Brüssel. Der Zeitpunkt fiel in eine brisante Zeit: Zuvor besuchten Jean-Claude Juncker und Günther Oettinger das St. Petersburger Wirtschaftsforum. In der Vorwoche hatten sich die EU-Mitglieder auf Diplomatenebene einstimmig für eine weitere Verlängerung der EU-Sanktionen bis zum 31.01.2017 ausgesprochen. Aktuell überschattet wurde der Besuch vom „Brexit“.

In Einzelgesprächen mit EU-Kommissar Günther Oettinger, Othmar Karas (EVP), Daniel Caspary (EVP), Knut Fleckenstein (S&D) und Bernd Lucke (ECR) warben wir für ein schrittweises Zurückfahren der Sanktionen und monierten, dass es zu einem „Einstieg in den Ausstieg“ nicht bereits zum 31.07.2016 kommt. Die Gespräche boten im Ergebnis Anlass zur Hoffnung, dass es im zweiten Halbjahr 2016 zu Bewegungen im Minsk-Prozess und in der Folge zu Veränderungen in der Sanktionspolitik kommen kann. Beim stv. Ständigen Vertreter Russlands bei der EU Karen Malayan setzten wir uns für ein synchrones Abschmelzen der Gegensanktionen bei einer möglichen Abschwächung der EU-Sanktionen ein. 


Deutsch-Russischer Mittelstandsreport 2016 erschienen

Rechtzeitig zur Reise mit Mittelständlern zur Europäischen Union nach Brüssel ist mit dem Deutsch-Russischen Mittelstandsreport am 27.06.2016 der erste Jahresbericht des Verbands erschienen. Er bündelt in Kurzinterviews Einschätzungen von 25 deutschen mittelständischen Unternehmen zum Russlandgeschäft – Erfolge, Veränderungen seit 2014 und Erwartungen an Wirtschaft, Politik und Medien. Erstmals liegt damit eine Sammlung von Stimmen deutscher Mittelständler zum aktuellen Russlandgeschäft vor. Sie hätten gerne ein Exemplar? Kurze Mail an Hanna Cherashneva genügt (cherashneva@druw.de).


St. Petersburg International Economic Forum

Anders als in den Vorjahren wartete das diesjährige SPIEF vom 16.-18.06.2016 mit hochrangigen Gästen der Europäischen Union auf. In Begleitung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reisten der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi nach St. Petersburg. Neben der Kongressteilnahme (Oettinger sprach über Industrie 4.0) führten die EU-Vertreter auch Hintergrundgespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Im unmittelbaren Vorlauf des EU-Ratsbeschlusses zur erneuten Verlängerung der EU-Sanktionen weckte dies Hoffnungen auf eine Annäherung beider Seiten.  


Business Coffee Mittelstand St. Petersburg

Am 16.06.2016 veranstaltete der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund zusammen mit der St. Petersburger Kanzlei Dagmar Lorenz Legal Tax einen Business Coffee Mittelstand im Radisson Royal Hotel am Newski Prospekt. Neben aktuellen rechtlichen Änderungen (u.a. zum Immobilienrecht), die Entwicklungen zeigen, die auch für die deutsche Rechtspflege Vorbild sein können, diskutierten die Teilnehmer die Ziele der Reise deutscher Mittelständler zur Europäischen Union. Unter den Teilnehmern deutscher Produzenten dominierte Unverständnis über die geringe Bereitschaft vieler Firmen, die sich jetzt bietenden Chancen zu nutzen.


Außenminister Steinmeier zu Russland

Im Rahmen der „Potsdamer Begegnungen“ unseres Mitglieds Deutsch-Russisches Forum hatte dessen Vorsitzender Matthias Platzeck am 30.05.2016 Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum intensiven Meinungsaustausch geladen. Der Paforceritt durch die Verflechtungen internationaler Politik machte einmal mehr deutlich wie komplex sich die Zusammenhänge auch im Hintergrund darstellen. Steinmeier betonte die Rolle Russlands für Deutschland und warb für Dialog, die Erfüllung des Minsk-Abkommens und einen intelligenteren Umgang mit den Sanktionsmechanismen durch ein schrittweises Herunterfahren. Die Frage nach einer „vollumfänglichen Verlängerung“ beantworte er explizit nicht.


Russlandtag in Rostock

Auf dem 2. Russlandtag Mecklenburg-Vorpommern am 25.05.2016 in Rostock plädierte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel für einen veränderten Umgang mit Russland: „Der 75. Jahrestag des Beginns des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion ist Anlass innezuhalten und sich Gedanken über einen Neuanfang zu machen“, so Gabriel. Explizit kritisierte er die EU, die vollständige Umsetzung von Minsk II zur Voraussetzung für die vollständige Aufhebung der Sanktionen zu erklären und schlug vor schrittweise vorzugehen, etwa bei Ermöglichung freier Wahlen in der Ostukraine und der Entsendung von OSZE-Beobachtern erste Sanktionserleichterungen vorzunehmen.


OSZE-Konferenz in Berlin

Vorläufiger Höhepunkt des diesjährigen deutschen OSZE-Vorsitzes war am 18./19.05.2016 die Wirtschaftskonferenz „Connectivity“ in Berlin. Im Mittelpunkt stand der Ansatz von Außenminister und Hausherr Frank-Walter Steinmeier über eine (nicht OSZE-übliche) wirtschaftliche Fokussierung das Verhältnis zu Russland zu diskutieren. Interessant gleich zu Beginn der Auftritt des stv. russischen Ministers für Wirtschaftsentwicklung Nikolai Podgusov mit dem Special Representative for Commercial and Business Affairs des U.S. Departments of State Ziad Haider. Inhaltlich jedoch waren die Beiträge beider Emissäre entwicklungsfähig und kein Vergleich mit dem kraftvollen Statement des neuen Ostausschuss-Vorsitzenden Wolfgang Büchele, der für einen „Einstieg in den Ausstieg“ der Sanktionen warb.


Russland-Frühstück: Turnaround in Russland

Beim Russland-Frühstück am 13.05.2016 in Hamburg berichtete Uwe Schwenderling (im Bild 3.v.l.), Geschäftsführer der FRECON Business Consultants in Hamburg, an praktischen Beispielen über Strategien zum Turnaround in Russland. Jahrelang waren zweistellige Margen die Regel, die jetzige Lage aber erfordert für deutsche Mittelständler vor Ort eine Anpassung interner Strukturen. In Russland betrifft dies neben vollstufigen Unternehmen mittlerweile ebenso Dienstleister, Logistiker und Handel. Der Klassiker Kostenmanagement greift wieder, aber nicht allein: Produktivität, Personal und Finanzierung stehen ebenso auf dem Prüfstand.


Berlin: Sanktionsbedingt etablierte Lieferwege

Am 12.05.2016 sprach der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund in der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate über die Rolle der Emirate als Handelsplatz für europäische Waren nach Russland. Durch die wechselseitigen Sanktionen haben sich für einzelne Produktgruppen neue Lieferwege etabliert, die die Produkte im Zielmarkt Russland zwar verteuern aber immerhin ermöglichen. Diese Lieferwege führen in einzelnen Ländern mit neuer Hub-Funktion abhängig von der jeweils umzuschlagenden Ware und Menge auch zu einer Umnutzung bestehender Logistikanlagen.