AKTUELLES 2017

3. Deutsch-Russischer Mittelstandstag

Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs „60 Jahre Städtepartnerschaft“ reiste eine Wirtschaftsdelegation um den St. Petersburger Vize-Gouverneur Sergey Movchan zum 3. Deutsch-Russischen Mittelstandstag am 05.12.2017 nach Hamburg. Zehn Vertreter deutscher Mittelständler berichteten über ein nach drei schweren Jahren sich 2017 langsam erholendes Geschäftsvolumen. Zuvor hatten die Teilnehmer Lübeck besucht und bei der SLM Solutions GmbH einen Eindruck über Einsatzmöglichkeiten von 3-D-Druckern gewonnen.Vor etwa 200 Wirtschaftsvertretern aus beiden Ländern erhielt Russlands größter Milchproduzent Stefan Dürr für seine unternehmerische Leistung den Mittelstandspreis des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds. Mit der neu gestifteten Auszeichnung zeichnet der Verband besondere Leistungen im bilateralen Geschäft aus.

Bern Saxe
Bürgermeisterempfang Lübeck

Anlässlich des 3. Deutsch-Russischen Mittelstandstags richtete der Bürgermeister von Lübeck Bernd Saxe für die Teilnehmer einen Empfang im Rathaus der Hansestadt Lübeck aus. Im repräsentativen Audienzsaal des 700 Jahre alten Gebäudes betonte Ivan Khotulev, Generalkonsul der Russischen Föderation auch für Schleswig-Holstein, die besondere Bedeutung Lübecks für die bilateralen Beziehungen. Sergey Movchan, Vize-Gouverneur von St. Petersburg und damit ebenfalls Ostseeanrainer, vertiefte die Gespräche anschließend mit der deutschen Seite.

Firmenbesichtigung Produktion von 3-D-Druckern

Etwa 100 Teilnehmer des Deutsch-Russischen Mittelstandstags besuchten am 04.12.2017 die SLM Solutions Group AG in Lübeck. Das Mitgliedsunternehmen des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds hat in den letzten Jahren hohe zweistellige Umsatzzuwächse erfahren. Finanzvorstand Uwe Bögershausen präsentierte der großen Besuchergruppe die richtungsweisende 3-Drucker-Technik. Welche ganz unterschiedlichen Produkte im Wege der additiven Fertigung „gedruckt“ werden können wurde beim anschließenden Rundgang durch den Show-Room deutlich.

Russlandverkehr wichtig für Lübecker Hafen

Die Bedeutung des Russlandverkehrs für Lübeck verdeutlichte der Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Prof. Dr. Sebastian Jürgens den Teilnehmern des anschließenden Bürgermeisterempfangs im Lübecker Rathaus. Der größte Ostseehafen Deutschlands pflegt zu Russland seit Jahrhunderten enge Handelsbeziehungen. Mehrere moderne Hafenterminals mit guter Hinterlandanbindung ermöglichen RoRo-Verkehre und Umschlag sowie Lagerung von Forstprodukten ebenso wie den Umschlag mit Containerbrücken oder von Projektladung und Schwergut.

Deutsch-Russisches Jahresessen

Zum diesjährigen Jahresessen lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 04.12.2017 einen engeren Kreis überwiegend aus Mitgliedern und Referenten des 3. Mittelstandstags in den traditionsreichen Hamburger Überseeclub. Als Ehrengäste begrüßte Verbandspräsident Dr. Thomas Overbeck dieses Jahr der Vize-Gouverneur von St. Petersburg Sergey Movchan, der für Mittelstand zuständige Vize-Präsident der Sberbank Andrey Sharov (Bild unten, rechts außen) sowie Vorstand und Aufsichtsrat des Verbands russischer Mittelständler OPORA, mit dem im Frühjahr in Moskau ein Kooperationsabkommen geschlossen wurde. OPORA war mit Führungskräften zahlreicher russischer Unternehmen nach Hamburg gekommen, um Gespräche mit deutschen Mittelständlern zu führen. Im Anschluss an das Essen diskutierten die Teilnehmer Bedeutung und Entwicklung mittelständischer Unternehmen in Russland. Dabei lag der Fokus auch auf dem Thema Finanzierung, das nicht nur wegen der westlichen Sanktionen besondere Bedeutung erfährt und für 2018 eines der Leitthemen des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds werden soll.

Russlandlogistik im Raum Stuttgart


Über aktuelle Entwicklungen im Verkehr mit Osteuropa diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 21.12.2017 mit Andreas Grimmeißen, Geschäftsführender Gesellschafter der SCHMALZ & SCHÖN Eastcargo GmbH. Über 20 Jahre kontinuierlich gewachsen unterhält das Familienunternehmen, in dem die nächste Generation bereits Verantwortung übernimmt, im dicht besiedelten Industriegebiet von Fellbach bei Stuttgart drei Standorte. Dabei fokussiert sich das Angebot auf LTL-/FTL-Verkehre, Projektspedition, Bahnverkehre und Lagerlogistik.

Ersatzteile für Dieselmotoren in Russland


Der markenübergreifende Anbieter von Ersatzteilen für Dieselaggregate OE Handles GmbH in Esslingen trotzt kürzeren Produktionszyklen der wenigen Motorenhersteller und immer komplexer werdenden Qualitätsanforderungen mit eigener Produktentwicklung und Bevorratung insbesondere „schwerer“ Konstruktionsteile für Dieselmotoren. Am 21.12.2017 diskutierte Geschäftsführerin Dr. Olga Schröder mit dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund Perspektiven für das Russlandgeschäft. Die OE Handels GmbH verfügt über ein breites Produktspektrum auch für Distributoren an Endkunden und Motoreninstandsetzungsbetriebe.

CDU-Landtagsfraktion von Schleswig-Holstein in Woronesch


Durch Vermittlung des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds reiste eine 20-köpfige Delegation der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag vom 21.-24.11.2017 in das bereits winterliche Woronesch. Begleitet von Verbandspräsident Dr. Thomas Overbeck traf die Delegation zu Gesprächen auch mit Gouverneur Alexey Gordejew zusammen und zeigte sich anschließend angetan: "Mit dieser Reise verbindet sich die Hoffnung, durch unsere Gespräche auf regionaler Ebene zu einer Entspannung der gegenseitigen Beziehungen beizutragen", so Fraktionschef Tobias Koch (im Bild 5. von rechts).

Alstergespräch: Russlandpolitik nach der Bundestagswahl


Auf Basis einer fundierten wie umfassenden politische Analyse von Dr. Thomas Falk diskutierten die Teilnehmer des Hamburger Alstergesprächs am 05.10.2017 intensiv die Perspektiven der Russlandpolitik nach der Bundestagswahl. Dabei fiel die Botschaft pessimistisch aus, insbesondere sollte „Jamaika“ zustande kommen und das Auswärtige Amt den Grünen zufallen. Zustimmung fand die Betonung der Notwendigkeit einer neuen Entspannungspolitik unter offener Benennung auch des Pflichtenhefts beider Konfliktparteien im Ukrainekonflikt.

Russisch lernen in Bochum


Das „Russicum“ des Landesspracheninstituts der Ruhruniversität Bochum bietet besondere Möglichkeiten die russische Sprache im Rahmen von „Zwei-Wochen-Kursen“ mit Unterbringung im angeschlossenen Internat konzentriert und effizient zu erlernen bzw. auszubauen. Am 14.10.2017 vereinbarte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund mit Institutsdirektor Dr. Klaus Waschik eine Präsentation des LSI im Rahmen des Deutsch-Russischen Mittelstandstags.

BAFA bei der BDO AG – Business Coffee Frankfurt


Thomas Barowski (Bild), Referatsleiter des in Eschborn beheimateten Bundesaufsichtsamts für Wirtschaft und Exportkontrolle, das sich mit über 1.000 Mitarbeitern auch mit Exporten nach Russland befasst, diskutierte am 27.09.2017 im Rahmen des Business Coffees des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds bei der BDO AG in Frankfurt intensiv mit den Teilnehmern über die Praxis der Antragsbewilligung. Anschließend präsentierte RA Richard Wellmann (BDO AG) neuere Entwicklungen bei Verrechnungspreisen.

Automotive bei DÜRR – Business Coffee Stuttgart


Am 26.09.2017 war der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund e.V. mit dem Format Business Coffee zu Gast bei der DÜRR AG in Bieritgheim-Bissingen bei Stuttgart. Michael Broese, Generaldirektor der russischen OOO DÜRR, stellte Entwicklung und Perspektive des Automotive-Clusters in Russland dar, ehe die ökonomischen Folgen der Sanktionspolitik diskutiert wurden. Den Abschluss bildete eine Führung durch das DÜRR-Technikum in dem modernste Kfz-Lackieranlagen präsentiert werden. Besonders beeindruckten Projekte der internen Verfahrensoptimierung und des Roboterbaus.

Verpackungsmaschinenbau in Schwaben


Anlagen für die Palettierung von z.B. Mehl oder Katzenfutter sowie dazugehörende Fördertechnik produziert die Firma Stambera Verpackungsmaschinen GmbH in Fellbach bei Stuttgart. Nach schweren Jahren zieht der Export nach Russland wieder an, wovon sich der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 26.09.2017 überzeugen konnte. Die Geschäftsführende Gesellschafterin Steffi Stambera verwies auf langfristige Kontakte zu russischen Firmen, die nach einer Phase der Zurückhaltung nun wieder verstärkt investieren.

US-Sanktionen für Mittelständler


Soweit die Interessen deutscher Mittelständler im Russlandgeschäft berührt sind pflegt der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund auch den Kontakt zur Botschaft der USA in Berlin. So waren die neuen US-Sanktionen Thema eines Austauschs am 22.09.2017 in Berlin. Vereinbart wurde ein Format im kleinen Kreis am Rande des 3. Deutsch-Russischen Mittelstandstags im Dezember in Hamburg, um dort interessierten Unternehmen Gelegenheit zu geben im direkten Austausch mit Botschaftsvertretern eigene Standpunkte persönlich zu vertreten.

Berlin

Russlandlunch Berlin


Zum Russlandlunch lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 22.09.2017 nach Berlin. Thema waren die ökonomischen Folgen der Russlandsanktionen. Dr. Ricardo Giucci, Geschäftsführer der Berlin Economics GmbH, berichtete über die Ergebnisse seiner Studie im Auftrag des BMWi. Sie taxiert den Rückgang des EU-BIP um 4-7 Mrd. €, was 0,03 – 0,05% entspricht, aber die psychologische Wirkung der Sanktionen nicht berücksichtigt. Die Hauptstadt war anschließend der geeignete Ort unmittelbar vor der Bundestagswahl auch Perspektiven der Russlandpolitik zu diskutieren.

Tage der deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet


Die erste Auslandsreise als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern führte Manuela Schwesig (im Bild links) nach St. Petersburg, wo sie gemeinsam mit dem Gouverneur des Leningrader Gebiets Alexander Drozdenko (im Bild rechts) am 19.09.2017 die Tage der deutschen Wirtschaft eröffnete. Begleitet wurde sie von einer 100-köpfigen Wirtschaftsdelegation. Den Kurs ihres Amtsvorgängers Erwin Sellering zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen auf regionaler Ebene setzt Manuela Schwesig damit fort. Der 3. Russlandtag soll am 17.10.2018 in Rostock stattfinden.

Maritime Messe NEVA in St. Petersburg


Als einziges deutsches Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern dieses Jahr in St. Petersburg auf der Schiffsbaumesse NEVA mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. 24 Unternehmen aus dem nordöstlichen Bundesland nutzen diese Möglichkeit. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eröffnete die Messe gemeinsam mit dem russischen Transportminister Maxim Sokolow am 19.09.2017 und wohnte verschiedenen Vertragsunterzeichnungen bei (Bildmitte, rechts: Michael Schultze, Geschäftsführer Ostseestaal, Stralsund).

Vize-Gouverneur Sergey Movchan beim Deutsch-Russischen Mittelstandstag


Der für mittelständische Wirtschaft zuständige Vize-Gouverneur von St. Petersburg Sergey Movchan (Bild: links) hat zugesagt, den 3. Deutsch-Russischen Mittelstandstag in Hamburg zu besuchen. Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs „60 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg – St. Petersburg“ widmet der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund dieses Jahr ein von Dr. Christian Altmann, Leiter der AHK St. Petersburg (Bild 3.v.l.), moderiertes Panel den wirtschaftlichen Chancen von St. Petersburg. Rund um die Konferenz werden individuelle B-2-B-Gespräche stattfinden, die wir gerne vermitteln.

Kfz-Zulieferer in Berlin


Als Produzent von Verstärkungen für Kfz-Federungssysteme im Nutzfahrzeug- und SUV-Bereich erschließt die Berliner Firma Roadmaster den russischen Markt. Zielbranchen und Zertifizierungen besprach Geschäftsführer Andreas Müller (im Bild links) am 30.08.2017 mit dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund in Berlin stilecht gegenüber dem Café Moskau. Auf der Off-Road-Messe in der russischen Hauptstadt präsentierte Roadmaster seine Produkte an einem geländegängigen Oldtimer sowjetischer Produktion. Auch in Berlin setzt er auf klassische Fortbewegung – BMW Isetta.